Erfahrungsberichte
Themen:
- seniorTRAINERinnen bilden sich gerne weiter
- Rheinland-Pfalz-Projekt seniorTrainer erfolgreich beendet
- So kann die Netzwerkarbeit unter den seniorTRAINERinnen funktionieren.
- Kreativmethode "Playing Arts"
1. seniorTRAINERinnen bilden sich gerne weiter
Das zeigten 23 seniorTRAINERinnen und seniorTRAINER aus allen Ecken von Rheinland-Pfalz, die im April 2008 zur zweitägigen Fortbildung im Kloster Jakobsberg (Rheinhessen) kamen. Seit drei Jahren nutzen die seniorTRAINERinnen diese jährliche Fortbildung, um sich auszutauschen, zu beraten und sich von den Anregungen und Projekten neu inspirieren zu lassen.
Immer wieder geht es um das Thema „Wachsen und Gedeihen der Regionalgruppen/ Kompetenzteams“. In einem Rollenspiel versuchte eine bereits bestehende Gruppe von seniorTRAINERinnen vier neue gerade qualifizierte seniorTRAINERinnen zu integrieren. Sehr deutlich wurde dabei, dass eine konstruktive und produktive Zusammenarbeit ohne die Klärung und Verständigung über gemeinsame Ziele der Gruppe, ohne Verabredungen über die Arbeitsweise und Struktur des Teams und ohne Klarheit über die verschiedenen Rollen von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, kaum möglich ist.
In den verschiedenen Regionen von Rheinland-Pfalz, in denen seniorTRAINERinnen über regionale Anlaufstellen gewonnen und begleitet wurden, sieht es ganz unterschiedlich aus. Dies hängt auch stark von den regionalen Gegebenheiten ab. Es ist ein großer Unterschied, ob jemand über vierzig Kilometer fahren muss oder nur vier Kilometer zurück legen muss. Auch die personellen Ressourcen der unterschiedlichen Anlaufstellen spielen eine Rolle dabei.
Hier einige Beispiele:
In Trier trifft sich auch zwei Jahre nach Ablauf des Projektes noch immer „ein harter Kern“ zweimal im Jahr. In Ludwigshafen gibt es schon seit längerer Zeit keine Regionalgruppe mehr. In Kaiserslautern treffen sich noch immer Teilnehmende aus den beiden ersten Kursgruppen. In Wirges starten die frischen Absolventen des letzten Kurses gerade ihr gemeinsames Projekt für Nachbarschaftshilfe „Die Wäller Heinzelmännchen“. In Koblenz hat die Regionalgruppe ein Vorleseprojekt in Altersheimen gestartet. In Wittlich ruft die Regionalgruppe eine MiMaZ, eine Mit-Mach-Zentrale ins Leben, in der sie das vielfältige bürgerschaftliche Engagement in der Region koordinieren wollen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Vorstellung von Projekten, in denen sich seniorTRAINERinnen engagieren. In einem Workshop ging es um die unterschiedlichen Formen gemeinschaftlichen Wohnens. Als Referentin war Gisela Wissing von der Beratungsstelle Gemeinschaftliches Wohnen Pfalz in Landau eingeladen. (weitere Infos unter: www.gemeinschaftliches-wohnen-pfalz.de). Außerdem arbeiteten zwei seniorTRAINERinnen mit, die selbst in solchen Projekten mitarbeiten: Ursula Friedrich aus Altenkirchen und Jürgen Beling aus Trier.
Im zweiten Workshop wurden drei Arbeitsfelder dargestellt, in denen seniorTRAINERinnen aus Bad Ems engagiert sind: Die Senioren-Sicherheitsberater wurden von Eva Volk präsentiert. Die „Nenas“ (Nette Nachbarn) als einem vielfältigen Seniorenhilfsdienst wurden von Jürgen Liebermann und Uschi Rustler vorgestellt. Die „Berufswahlpaten“, ein gemeinsames Projekt des Seniorenbüros „Die Brücke“ und des Bistums Limburg, wurden von Irene Schranz und Klaus Bach vorgestellt. Weitere Infos unter: www.berufswahlpaten-rhein-lahn.de
Im Gespräch mit Gabi Frank- Mantowski von der Leitstelle „Älter werden in Rheinland-Pfalz“ wurden für die Zeit nach der Förderung des Projektes durch das Land folgende Bausteine für die nachhaltige Sicherung des Netzwerkes der seniorTRAINERinnen in Aussicht gestellt:
-Die jährliche Fortbildung aller seniorTRAINERinnen wird weiterhin gefördert.
-Auch die Internetseite www.seniortrainer-rlp.de wird weiterhin gefördert. Sie ist ein wichtiges Instrument für die Selbstorganisation und Vernetzung der seniorTRAINERinnen. Ein kleines Team wird diese Seite gemeinsam mit dem „Chefredaktuer“ Dietmar von Blittersdorff pflegen.
-Im Frühjahr 2009 wird es eine große Abschlussveranstaltung mit allen Akteuren des Projektes geben. Dafür wird eine Broschüre erstellt, in denen die seniorTRAINERinnen ihre Profile darstellen.
-Gleichzeitig bildet diese Abschlussveranstaltung den Auftakt für eine Weiterbildung von Multiplikatoren und Multiplikatorinnen, die selbst seniorTRAINERinnen in ihrer Kommune oder ihrer Institution/ Organisation qualifizieren wollen. Dafür wird es eine entsprechende Qualifizierung von Weiterbildnern sowie entsprechende Arbeitsmaterialien geben. Damit wird die Nachhaltigkeit und Verbreitung dieses Qualifizierungsangebotes für Senioren und Seniorinnen im Ehrenamt gewährleistet.
-Außerdem überlegen sich die seniorTRAINERinnen in Rheinland-Pfalz, in welcher Form sie sich zukünftig auf Landesebene selbst organisieren, vernetzen und vertreten, z.B. in Form einer Landesarbeitsgemeinschaft (LAG).
Kaiserslautern, 29.04.2008
Heike Baier
2. Rheinland-Pfalz-Projekt seniorTrainer erfolgreich beendet
Bürgermeister Michael Ortseifen beglückwünschte die Teilnehmer.
„Es macht Freude zu helfen“ so lautet eine These der fünf Senioren, im Alter zwischen 56 und 71 Jahren. Sie alle haben, über die Verbandsgemeinde Wirges, am Landesmodellprojekt seniorTrainerinnen und seniorTrainer erfolgreich teilgenommen.
Von September 2007 bis März 2008 qualifizierten sie sich für’s Ehrenamt. „Ich habe vieles dazugelernt“ sagt Margarete Kempf, die schon seit vielen Jahren mit einem Team die Seniorengruppe in Dernbach leitet. Herr Manfred Hein (Wirges), Frau Else Monsler (Helferskirchen) und Frau Hildegard Pfehr (Siershahn) stimmen ihr begeistert zu und betonen, dass das Lernen in der Gruppe eine überraschend angenehme Erfahrung war und ihnen auch persönlich viel gebracht hat. Der fünfte im Bunde, Herr Bodo Monsler (Helferskirchen), der im März zusätzlich die Ausbildung zum Seniorensicherheitsberater gemacht hat, ist ebenfalls voll zufrieden. Alle würden die Weiterbildung noch einmal machen.
Das zu hören erfreute Bürgermeister Michael Ortseifen. Er hatte die seniorTrainer am 09. April ins Rathaus eingeladen und beglückwünschte sie zu der erfolgreich beendeten Weiterbildung. Er lobte anerkennend das ehrenamtliche Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Das Motto der Fünf ist: Miteinander – Füreinander.
Sie wollen den Dialog zwischen allen Altersgruppen fördern und die Möglichkeit bieten, Erfahrungswissen weiterzugeben.
Verwirklicht wird die Idee in der Gründung des Projekts Nachbarschaftshilfe und mehr... unter dem Namen „Wäller Heinzelmännchen“ werden verschiedene Dienste für ältere und behinderte Mitbürger oder auch Familien angeboten. Das soziale Miteinander steht hierbei immer im Vordergrund.
Bürgermeister Michael Ortseifen wünscht den „Wäller Heinzelmännchen“ viel Erfolg.

Untertext für Gruppenphoto:
Margarete Kempf, Else Monsler, Hildgard Pfehr seniorTrainerinnen (1. Reihe von links) Bodo Monsler seniorTrainer, Sue Mueller, Jugend- und Seniorenbeauftragte, Manfred Hein, seniorTrainer, Bürgermeister Michael Ortseifen und Eva-Maria Müller, Büroleiterin (2. Reihe von links)
3. So kann die Netzwerkarbeit unter den seniorTRAINERinnen funktionieren
Dazu schrieb uns Frau Ende aus Kaiserslautern:
Durch unsere Website seniorTRAINERinnen Rheinland-Pfalz hat Frau Ingrid Schlömann aus Bernkastel-Kues gesehen, dass ich auch ehrenamtlich Bridge-Übungsabende mache. Sie hat Kontakt zu mir aufgenommen und wir haben regen Telefonkontakt gepflegt und uns dann entschieden, beide Gruppen zu einem Freundschaftsturnier zusammen zu bringen. Am 22.09.08 war es dann endlich so weit:
Ich bin mit einer kleinen Gruppe ( 9 Personen ) zu einem Freundschaftsspiel nach Bernkastel gefahren. Wir wurden sehr freundlich empfangen. Frau Schlömann hatte eine Stadtführung organisiert und uns für Bernkastel neugierig gemacht. Nach einem gemeinsamen Mittagessen begann unser kleines Bridge-Turnier, was wir alle sehr genossen haben.
Bei Kaffee und Kuchen wurden wir verabschiedet und eine Flasche Moselwein bekam jeder Spieler noch als Erinnerung mit auf den Heimweg.
Doris Ende lud alle Spieler im Frühjahr nach Kaiserslautern ein. Das nenne ich Netzwerk unter den seniorTRAINERinnen
4. Playing Arts - eine Kreativmethode, die begeisterte
Bei der jährlichen Fortbildung der seniorTrainer Rheinland-Pfalz wurde von der Referentin Birgit Weindl eine Kreativmethode vorgestellt, die alle seniorTrainerInnen begeisterte.
Hier das Konzept


